Wie Autoklavieren?

Der Sterilisationsprozess kurz erklärt

Sterilisation durch gespannten, gesättigten Wasserdampf in einem Autoklaven. Besonders im medizinischen Bereich und in der mikrobiologischen Forschung sowie in der Werkstoffprüfung werden wiederverwendbare, temperaturstabile Gerätschaften und Materialien autoklaviert.

Welche Vorteile hat diese Art der Sterilisation?

Autoklavieren ist eines der wichtigsten Verfahren der Keimabtötung. Die Sterilisation mithilfe von gesättigtem, gespannten Wasserdampf ist derzeit die sichterste Sterilisationsmethode. Durch die Kondensation des Wasserdampfes am Sterilisiergut wird Energie frei, die eine irreversible Schädigung der Mikroorganismen verursacht.

Ein Autoklavier- Zyklus gliedert sich in vier Abschnitte:

  • Steigzeit

  • Ausgleichszeit

  • Sterilisationsphase

  • Abkühlphase

Der erste Abschnitt ist die Steigzeit. In dieser Zeit wird der Innenraum des Autoklaven entlüftet. Dabei wird die atmosphärische Luft aus dem Innenraum verdrängt und durch gesättigten, gespannten Wasserdampf ersetzt. Die Entlüftung erfolgt im Strömungsverfahren oder durch fraktioniertes Entlüften, nach der vollständigen Entlüftung wird das Entlüftungsventil geschlossen.Jetzt beginnt die Ausgleichszeit. Nach dieser Zeit erreicht auch das zu sterilisierende Gut durch Einwirken von gesättigtem Wassersdampf an jedem Punkt die nötige Temperatur. Anschließend beginnt die eigentliche Sterilisationsphase. Die Dauer der Sterilisation hängt von der Keimbelastung und der Sterilisationstemperatur ab. Als Standardverfahren gilt eine Autoklavierung bei 121°C über 15 Minuten. Prionen benötigen mindesten 30 Minuten bei 132-134°C und 3 bar Druck, um inaktiviert bzw. zerstört zu werden. Nach der Sterilisationszeit beginnt die Abkühlphase und somit das Ende des Autoklavier-Zyklus.

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